Folie d’Espagne

Anregende Musik auf historischen Instrumenten

Das Thema der Folie d´espagne ist das Thema eines portugiesischen Tanzes, das zuerst 1577 bei Salinas (De Musica) erwähnt wurde. Sie wurden rasch in ganz Europa beliebt, vielleicht, weil sie ohnehin auf eine gemein-europäische Grundform zurückgehen. In diesem Variationssatz sind die Harmoniefolgen feststehend (isometrisch). Die Basslinie gewinnt gegenüber der Melodie mehr Bedeutung.

Gegen die gleichen Harmoniefolgen der Gitarristen ohne eigentliche Melodie setzten die Musik für Tastenistrumente und die Orchestermusik brillante Variationsketten zu einem vielfach verwendeten Thema bzw. Rhythmus. Der Name folie wird zurückgeführt auf follia (italienisch) für Narrheit, bzw. auf folla (spanisch) für Menge.

Jolanta Chmielniak wurde in Polen geboren. Sie hat bereits mit sieben Jahren ihre Klavierausbildung in der Kunstschule für Musik in Beuthen (Polen) begonnen. Seit 1985 widmete sie sich der Alten Musik und fing das Cembalo- und Kammermusik-Studium an der Hochschule für Musik in Posen an. Nach dem erfolgreich abgelegten Diplomexamen 1990 unterrichtete sie an der Musikschule und trat in Konzerten auf. Ab 1996 folgte das Cembalo Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Detmold, Abteilung Münster bei Gregor Hollmann, welches sie erfolgreich mit Diplomprüfung abgeschlossen hat. Sie erhielt auch Unterricht bei Ludger Rémy und besuchte Meisterkurse bei Bob van Asperen. Sie unterrichtet Klavier, ist als Kirchenmusikerin tätig und tritt als Cembalistin in Instrumentensembles auf.